Das Licht in uns.

Vor einigen Tagen ging ich im Dunkeln Richtung Tal und sah in der Ferne die Venus…

Sie war an diesem Abend wunderschön hell, strahlend und groß.
Ich bemerkte:
Sie ändert ihre Strahlkraft – mal ist sie riesig, weit strahlend wie ein gezeichneter Stern…sie wächst immer weiter an…leuchtet als wolle sie mir ihre wahre Größe zeigen…ihr Licht aus vollem Herzen für mich strahlen lassen…dann wird sie wieder klein, fast verschwindet sie … ist wie sonst ein heller, aber kaum größerer Stern als alle Anderen.

Dann kommt der Moment in dem sie wieder anschwillt. Von Licht durchstrahlt wächst sie wieder zu dem größten Lichtkörper am Abendhimmel.
Strahlt und scheint in alle Richtungen, immer größer und größer…mir kommt der Gedanke:

Genauso ist es mit uns Menschen.

Wir sind durchtränkt von Licht- wir sind Licht.
Ein Jeder ein strahlender Lichtkörper für sich.
Manchmal scheint unser Licht unermesslich groß durch uns hindurch. Ein anderes Mal scheint es nicht heller, als das Licht der Anderen.

Und doch…

Wir haben dieses große Licht immer in uns.
Wir sind zu jedem Zeitpunkt unseres Seins Licht – mit einem Lichtkörper, den wir bewusst größer machen oder auch begrenzen können.
Es liegt allein in unserer Hand wie unendlich schön und groß unser Licht erscheint…und scheint dann auch für die Menschen, die ihre Aufmerksamkeit auf unser Licht lenken.
Manch Einer wird das Licht in uns erkennen. Andere nehmen es nicht wahr- ihre Aufmerksamkeit liegt auf anderen Dingen.
Und doch bestimmt jeder Einzelne von uns für sich selbst wie viel Licht er ausstrahlt – wie viel Licht er auf die Welt bringt- für wie viel Menschen sein-ihr Licht erstrahlen soll.

Und dann kam bei meinem Sparziergang der Moment…Nebelschwaden, Wolken zogen auf. Die Venus wurde in ihrer Lichterscheinung weniger.
Jedoch war mir in diesem Moment bewusst- ihr Licht war unverändert hell und groß, nur für mich in diesem Moment unsichtbar- es lag etwas Trennendes zwischen uns.
Etwas- in diesem Fall die Wolke- hatte meinen Blick von dem Licht der Venus getrennt.

Und geschieht mir das in meinem Leben nicht auch oft so?

Es legt sich ein Schleier um mein Licht und mein Licht wird für die Außenwelt schwächer. Schwächer in dem meine innere Strahlkraft nicht mehr uneingeschränkt nach außen scheinen kann.
Doch in mir scheint das Licht in gleicher Stärke…so liegt es an mir die Nebelschwaden, die mein Licht im Außen abschwächen, aufzulösen und zur Seite zu schieben. Mich auf mein inneres Licht zu fokussieren, um es dann in seiner ungebremsten Vielfältigkeit und Helligkeit aus mir heraus in die Welt scheinen zu lassen.

Danke liebe Venus, dass du dich auf diese Weise in dieser wunderschönen Sternennacht mir und vielen Anderen gezeigt hast.